-
Montag · 11 | 12 | 2017
  
  » Wahlprogramm der GAP | Verkehr und Mobilität


Verkehr und Mobilität

Ostfriesland ist ein Fahrradland. Die Stadt Aurich sollte ihre Bemühungen weiter verstärken, um das Fahrrad als Verkehrsträger zu fördern. Auf unsere Initiative hin ist Aurich Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Niedersachsen (AGFK) geworden. Spätestens 2019 sollte unsere Stadt das Zertifikat einer fahrradfreundlichen Kommune, das von der AGFK vergeben wird, erwerben. Bis dahin müssen allerdings noch viele Bedingungen zum Erwerb dieses Zertifikats erfüllt werden.

Wir wollen die Attraktivität des Fahrradverkehrs verbessern, indem wir u.a. Radwege auf städtischem Gebiet ausbauen und ggf. neu bauen. Hierzu gehören beispielsweise der Radweg von Wiesens an der L34 nach Brockzetel, die Ergänzung des Radwegs an der Straße Zum Haxtumerfeld und der Radweg am Heuweg. Auch die Widmung einzelner Straßen als Fahrradstraße ist zu prüfen (z. B. die Rudolf-Eucken-Allee ab Pferdemarkt).

Im innerstädtischen Bereich sollte die Fußgängerzone in Teilen für den Radverkehr geöffnet werden, z. B. in Form von Mittelfahrspuren. Beispiel: In der Norderstraße könnte die Mittelspur von 4 m auf 2 m verkleinert, dann aber auf Radwegepflasterung umgestellt werden.

Die Seitenbereiche – heute eng und oft genug mit Verkaufsständen übersät – können dann großzügig erweitert werden. Insgesamt wird der Innenstadtbereich durch solche Maßnahmen attraktiver für Fußgänger/innen und Fahrradverkehr, wie es viele niederländische Städte heute schon vormachen.

Außerdem müssen viele Ampelanlagen, insbesondere an Bundes- und Landesstraßen neu gestaltet und neu getaktet werden. Das Warten auf zu kleinen Verkehrsinseln birgt für Radfahrer, insbesondere mit Fahrradanhängern, große Gefahren.

Es kann nicht unser Ziel sein, dem Autoverkehr ständig neue Wege zu eröffnen durch den Neubau und Ausbau von Straßen. Schleichwege um die Stadt herum, z. B. im Osten der Stadt von der Leerer Landstraße über Jadestraße, Schoolpad, Heerenkamp, Eckfehler Weg, Sandhorster Allee und Südeweg zur Esenser Straße, müssen möglichst unattraktiv gemacht werden durch Fußgängerampeln, 30er Zonen oder besondere Fahrradspuren.


Wenn mehr Leute mit dem Rad in die Stadt kommen, wird das die Straßen im Innenstadtbereich entlasten. Zudem könnte sich die Parkplatzsituation in Aurich entspannen, wenn mehr Kunden und Beschäftigte motiviert werden könnten, auf das Auto zu verzichten.

In Sachen B 210n stehen wir nach wie vor auf Seiten der BILaNz, der Bürgerinitiative gegen den Bau dieser Ortsumgehung. Alles, was getan werden kann, um dieses umweltzerstörerische und sinnlose Projekt zu verhindern, findet unsere Unterstützung.

Bestehende Initiativen zum Car-Sharing finden unsere volle Unterstützung. Auch solche Initiativen sind geeignet, die Fläche für abgestellte Fahrzeuge zu verringern.

Während der Güterverkehr auf der reaktivierten Eisenbahntrasse heute schon die Straßen spürbar entlastet, fehlt ein angemessener Personenverkehr. Grüne/GAP haben zusammen mit der SPD die Schaffung eines „Runden Tisches Personennahverkehr“ durchgesetzt. Dieser runde Tisch soll die Option auf die Anbindung Aurich an das Eisenbahnnetz auch für den Personenverkehr offenhalten.

Busse gehören zu den wichtigsten Verkehrsträgern überhaupt. Neben Verbesserungen an den Fahrplänen gibt es aber ein großes Ziel, welches wir hier verfolgen – die Vernetzung auf Langstrecken. Nicht umsonst spielen hier Verkehrsverbünde eine große Rolle. Ein weiteres Zusammenwachsen der Verkehrsträger würde manche Vorteile mit sich bringen. Z. B. mit dem Niedersachsenticket auch den Bus benutzen können. Oder mit einem einzigen Busticket über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg – und mit einmaligem Umsteigen – nach Oldenburg fahren zu können.

Als Ergänzung zum regionalen Busverkehr sowie zum Fahrrad kann der Anrufbus dazu beitragen, Auricher Bürger und Bürgerinnen zu motivieren, auf das Auto zu verzichten. Allerdings besitzt der Anrufbus noch nicht die gewünschte Attraktivität für unsere Bürger und Bürgerinnen. Versuche von unserer Seite, das Konzept des Anrufbusses von einem externen Planungsbüro überprüfen zu lassen und dabei entweder das bestehende Konzept zu optimieren oder Alternativen zu entwickeln, konnten wir bisher nicht durchsetzen. Der Anrufbus bleibt aber - wie der Fahrradverkehr - zentrales verkehrspolitisches Thema der nächsten Ratsperiode.


 
 

 
Letzte Aktualisierung: Mai 2017
» Kontaktformular     » Impressum     » Datenschutz
Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen [ Firefox, Opera, Google Chrome: STRG+D ]
© 2017 · steinweg.net