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Montag · 11 | 12 | 2017
  
  » Wahlprogramm der GAP | Wohnen und Arbeiten


Wohnen und Arbeiten

Nach Berechnungen der Stadtverwaltung werden bis 2030 rund 2.000 zusätzliche Wohnungen in Aurich benötigt. Nach wie vor ist die Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser hoch. Bevor jedoch weitere Flächen, die oft in Wallheckenlandschaften liegen, für Bauland erschlossen werden, sind Möglichkeiten der Verdichtung bestehender Siedlungsgebiete zu prüfen. Um diese Verdichtung so durchzuführen, dass Neubauten sich in bestehende Siedlungsstrukturen einpassen, sind alte Bebauungspläne zu überarbeiten. Die Verdichtung ist ein Weg, eine weitere Versiegelung von Böden durch Bebauung einzuschränken. Ergänzend sollte mittelfristig eine Gebühr für die Abführung des Oberflächenwassers erhoben werden, um so die Eigentümer von Wohngebäuden und Gewerbeflächen zu motivieren, statt einer Pflasterung auf ihrem Grundstück z. B. einen Teich oder Grünflächen vorzusehen.

Obwohl in Aurich in den letzten Jahren viele Wohnungen entstanden sind, ist die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nach wie vor hoch. Denn die neugebauten Wohnungen liegen fast alle im mittleren und oberen Preissegment. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum wird in den nächsten Jahren zunehmen durch die Flüchtlinge, die in Aurich bleiben und hier eine Wohnung zugewiesen bekommen oder sich selbst eine Wohnung suchen. Es sind neben Hartz-IV-Empfängern vor allem Alleinstehende ( z. B. Berufseinsteiger und Rentner) und Familien mit mehreren Kindern, die kaum preiswerte Wohnungen in der Stadt finden.

Um mehr bezahlbare Wohnungen zu schaffen, hat die Gruppe Grüne/GAP zusammen mit der SPD die Weichen gestellt: Im Zeitraum 2016 bis 2019 wird die Stadt selbst bis zu 100 Wohnungen bauen und zu einem günstigen Mietpreis vermieten.

Die Auricher Gewerbeentwicklung der letzten Jahre ist eine Erfolgsgeschichte. Mehrere tausend Arbeitsplätze sind vor allem in den Gewerbegebieten Schirum I-IV und Sandhorst neu entstanden. Die vergleichsweise hohen Gewerbesteuereinnahmen der Stadt ermöglichten viele Investitionen, von denen die Bürger/innen unserer Stadt profitieren ( z. B. Investitionen in Kinderkrippen und Kindergärten, Schulen, Feuerwehr). Ein Teil der hohen Einnahmen wurde direkt an die Bürger/innen weitergegeben (z. B. über die Freistellung von den Kindergartengebühren).

Wir haben versucht, bei der Ausweisung neuer Gewerbeflächen bestehende Wallhecken und Bäume zu erhalten. Dieses Bemühen fand nicht immer die Unterstützung der anderen Fraktionen im Rat. Selbst mit unserem Gruppenpartner, der SPD, war hier nicht immer eine gemeinsame Linie zu finden. Das wird uns aber nicht entmutigen, auch in Zukunft darauf zu dringen, die ökologischen Aspekte bei der Schaffung von Gewerbeflächen höher zu bewerten als in der Vergangenheit.

So wie wir uns für die Einrichtung des „Runden Tisches Eisenbahn“ stark gemacht haben, um die Tür für den Anschluss Aurichs an den schienengebundenen Personennahverkehr offen zu halten, genauso werden wir uns dafür einsetzen, die Option für den Anschluss des Gewerbegebietes Schirum an den Ems-Jade-Kanal zu erhalten. Diese Option ist in den Planungen für das Gewerbegebiet Schirum III zu berücksichtigen.

Ein schnelles Internet ist heutzutage genauso ein Bestandteil der Lebensqualität, wie Einkaufen, Verkehrsträger, Bildungs- und Kulturangebote, sowie eine intakte Umwelt. Wir fordern deswegen eine flächendeckende Versorgung mit Breitband- und Glasfasernetzen.


 
 

 
Letzte Aktualisierung: Mai 2017
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